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Urbexerfreundlich

gestern, der 8.10., Regen. Wir beschlossen diesmal zu zweit die Lungenheilstätte Borna nochmal aufzusuchen und uns diesmal innen umzusehen. Die Bilder kommen noch, aber was ich euch nicht vorenthalten möchte ist die unheimlich tolle und unsagbar urbexerfreundliche Tür:

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von außen kommt man tatsächlich nicht rein, zumindest nicht durch diese Tür, aber entspannt wie selten wieder raus 😀 Klasse Erfindung! Lässt sich auch von außen wirklich wieder verriegeln. Noch nie gesehen aber direkt für gut befunden. Hat noch jemand Erfahrung mit derartigen Sicherheitseinrichtungen?

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Textima Nadelfabrik

Nachtrag, endlich mal. Wenn man jede Woche irgendwo hinfährt isses gar nich so einfach alles immer zu bearbeiten hochzuladen und einen Text zu schreiben.

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Hier also der restliche Beitrag zu „über den Dächern von Chemnitz“ – der Besuch der Textima. Diese gehört zu den bekanntesten Lost Places in Chemnitz und ist dementsprechend zerstört. Mehr dazu bereits in eben genanntem Beitrag. Das Gebäude ist größer als erwartet und man sollte definitiv einige Stunden einplanen, um alles zu sehen. Wir beginnen im Keller der teilweise sehr dunkel, zum Teil aber auch gut beleuchtet ist. Waschräume, Lagerräume, … alles gigantisch und sehr weitläufig. Im ersten Geschoss riesige Räume mit intakten Glasschiebetrennwänden und ein Kohleraum. Komplett schwarz mit Trichtern und Löchern. Zudem ein Pentagramm-Graffiti mit ’92 drunter gespüht. Bitter…. ich bin Baujahr 91. Dafür dass die Textima so lang verlassen und so bekannt ist hat sie sich aber ziemlich gut gehalten. Sowohl Interieur als auch Bausubstanz. Der erste Stock hat jedoch noch etwas zu bieten: eine Trennwand. Definitiv später hinzugekommen. Wir trauen uns dahinter und finden ein Sofa, mitten im Raum. Davor ein Fernseher und eine Tastatur. Einmal mehr stellt sich die Frage: „Waaaarum?“. Ohne Strom erscheint es recht sinnlos. Wenigstens wurde vorsichtshalber ein augenfreundlicher Mindestabstand eingehalten 😀

DSC_0141 Seltsam. Besser nicht genauer drüber nachdenken wer sowas warum und wie nutzt. Damit ab ins Treppenhaus und hoch in die anderen Stockwerke.

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Trotz Straße ist es verhältnismäßig ruhig. Ein Vorteil der Baustelle. Keine Bahn, kaum Autos, damit kaum Leute, die einen sehen könnten. Man ann sich auch unbedenklich recht nah ans Fenster trauen. Das allerdings nur wenn wirklich nicht viel draussen los ist. Offenichtlich hat uns keiner gesehen, sonst wären wir von Polizei oder Anwohnern unterbrochen worden oder der Herr im Haus gegenüber hätte sich netterweise mal was angezogen 😀 Die Textima konnte mit schöneren Anblicken punkten.

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DSC_0202Die oberen Stockwerke sind verschieden und bieten alle ein kleines Highlight. Besonders kann aber wie schon erwähnt das Dach punkten. Über eine kleine Treppe kommt man zu einem Aufzugsmotor. In dem kleinen Stübchen befindet sich dann auch die Tür nach draußen. Man sollte sich nicht zu weit raus wagen, auch wenn dort Fußabdrücke und einige Flaschen zu sehen waren. Vorsicht ist besser was sowas angeht. Der Ausblick ist uuunheimlich schön. Das schwarze Dach ist angenehm warm, Gewitterwolken die langsam aufziehen, Freundschaft, Bierchen und Seifenblasen … einfach wunderschön. ❤

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Villa im Dornröschenschlaf

eine kleine Villa. Einsam, verloren und umgeben mit Efeu.

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Gefunden habe ich sie wie so vieles beim durchforsten von google Earth. Nach einem kleinen Fußmarsch haben wir sie auch schon gefunden. Friedlich und wunderschön steht sie da. Wir sind beide sofort angetan. Leider befinden sich in direkter Nachbarschaft nicht nur teure ausgebaute Villen, sondern auch pseudo-moderne Betonklötzer, die gerade hochgezogen werden und damit verbunden eine Horde von Bauarbeitern, die uns beobachten und kritisch beäugen.  Selbst ohne Bauarbeiter wäre es nicht möglich ins Innere zu gelangen, gegen Aussenaufnahmen wird aber wohl niemand etwas sagen. Deshalb betreten wir das Gelände. Eine Abzäunung existiert nicht (mehr).

Obwohl wir es nur von aussen betrachten können und die hippe moderne Nachbarschaft so gar nicht ins Gesamtbild passt fasziniert einen dieses Kleinod. Die Villa ist verhältnismäßig klein stahlt aber einen unheimlichen Charme aus. Was soll man sagen, seht selbst ❤

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PS: wenn mir jemand ein Haus schenken möchte, ich hätte gerne das 😀

 


ehemalige Verwaltung

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Prüfungszeit ist endlich vorbei, also habe ich endlich Zeit ein bisschen was aufzuholen und mich wieder den verlassenen Objekten zu widmen 🙂

Wie bereits schon angedeutet, war ich vor 2 Wochen mit meinem Kommilitonen nach derPrüfung auf Entdeckungsreise in ein Gebäude an dem ich schon äonenfach vorbeigefahren bin. Eine Woche zuvor war ich schonmal dort, um zu sehen ob und wie man reinkommt und mich schonmal grob umzusehen. Es gibt einiges zu sehen und wie jedes Gebäude hat es durchaus seinen Charme. Vor allem hat mich aber die auf diversen Seiten angepriesene Bunkeranlage gereizt, aber dazu später.

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Meine Mutter hat früher immer gesagt, dass ich wegen der Fit-Fabrik so ein Zwerg geworden bin. Mein Vater ist mit 1,68m der Größte in der Familie. Beide Elternteile haben in ihrer Kindheit in der Nähe gewohnt. Vermutlich ist das ziemlicher Quatsch aber das ist das Erste was ich mit diesem Gebäude verbinde. Mittlerweile steht nur noch das Verwaltungsgebäude. Erstaunlicherweise ist dieses mehr als einfach begehbar. Beim ersten Besuch sind wir auch ohne weiteres direkt ins Gebäude gekommen, eine Woche später war alles wieder verrammelt. Da war der Einstieg schon etwas schiweriger aber durch den „Bunker“ mit Tacshenlampe machbar. Der Eingang befindet sich weiter hinten im mehr oder weniger Garten. Es handelt sich eher um einen Keller als um einen Bunker, geschweigedenn Chemielabore. Davon ist nichts mehr zu sehen. Kleine nasse Fenster und leere Räume.

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Camera
NIKON D5000
Focal Length
18mm
Aperture
f/5.6
Exposure
1/125s
ISO
400

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Camera
HTC Desire X
Focal Length
2.97mm
Aperture
f/2
Exposure
1/49.98750312421895s
ISO
81

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Camera
NIKON D5000
Focal Length
18mm
Aperture
f/3.5
Exposure
1/10s
ISO
1600

Es gibt einige viele Treppen ins Obergeschoss. Beeindruckend ist hier vor allem der Eingangsbereich mit Pater Noster Aufzügen, die es mir wirklich angetan haben, auch wenn sie sich nicht ordentlich photographieren lassen wollten :/ Eine Armee von Softairspielern hat sich im kompletten Gebäude ausgetobt. Überall zerschossene Glasscheiben und Unmengen von diesen bunten Kügelchen. Mehr oder minder sehenswerte Graffitis und ein tonnenschwerer riesiger verschlossener Tresor. Alles in allem aber wirklich auf seine Weise schön, auch wenn sich viele Räume sehr ähneln. Herausstechend sind Eingangsbereich, Aula und der wirklich grandiose (wenn auch äußerst marode) Dachboden. Dafür lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.

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Wieder draussen wollen wir den sogenannten Säurebunker erkunden. Bunker ist hier zwar das richtige Wort, aber sicherlich irreführend und nicht das was man erwartet hat. Bei dem Anblick der Fenster war mir schon klar, dass hier irgendwas nicht sein kann. Es handelt sich nicht um einen Bunker im herkömmlichen Sinne, sondern um ein ehemaliges unterirdisches Säurelager. Mittlerweile vollgemüllt und ohne Säure und dunkel. Ziemlich enttäuschend. Damit aber zur durchaus interessanteren Sache an dem Objekt. Ausser dem Pseudo-Bunker, dem Keller und dem Hauptgebäude gehört auch eine Fabikantenvilla dazu, die im hinteren Teil des Geländes steht. Diese ist im Vergleich zum vorderen Gebäude unverhältnismäßig stark verbarrikadiert. Nach längerem Suchen ließ sich jedoch zwischen der Hauswand der Villa und der des Nachbargebäudes, ein nichtmal 1 m breiter Spalt, ein offenes Fenster und ein Stuhl in der Nähe finden. Ein kleiner Raum voller Müll, nichts ungewöhnliches. Das Ungewöhnliche bietet sich 1 Raum weiter. Ein runder Tisch, 6 Stühle, eine silberne Halli-Galli-Klingel, eine Stopfmaschine und eine Dose Stopftabak auf dem Tisch, in der sich Geld befindet. Deo und einige Koffer stehen ebenfalls in dem sehr ordentlichen Raum, ebenso wie ein frisch aufgewaschener Aschenbecher. Alles in allem vermutlich nicht das Werk von normalen Obdachlosen. Irgendwas stimmt hier überhaupt nicht. Mir wird flau im Magen und mein Hirn rät mir mich dringenst aus der Villa zu verkrümeln und zu hoffen, dass uns niemand bemerkt hat. Also nichts wie raus, auch wenn die Architektur die man sehen konnte wirklich wunderschön war. Ich bin mir nicht sicher, geschweigedenn habe ich eine Ahnung was genau in diesem Haus vor sich geht, aber legal ist sicherlich anders. Ich möchte jedem raten die Villa nicht zu betreten.

 

weitere Bilder gibts wie immer bei seelentrauma.deviantart.com  😉

 

UPDATE: verkauft, soll in den nächsten Monaten in ein Altersheim umgebaut werden

 UPUPDATE: https://www.immobilienscout24.de/expose/86212067, selten so gelacht….

 


Laufkatzenparadies II

viel zu tun und zu wenig Zeit all das mal hochzuladen, ich gelobe Besserung 😀

Teil 2 vom Reichsbahnausbesserungswerk

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diesmal kleine Highlights aus der großen Halle und den „Nebengebäuden“.  Es gibt sehr viele davon, wir waren lediglich in 2 davon, weil für mehr weder Zeit noch Kamera-Akku gereicht haben. Aber das war sicherlich nicht der letzte Besuch.

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und wie gesagt einige wunderschöne alte Bahnwaggons in die man rein- und dann nach Lust Laune und Mut auch be-klettern kann. Motoren und Interieur sind noch größtenteils vorhanden. Ebenfalls eine große Anzahl an Dokumenten.

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die Art der Flaschenlagerung war auch recht beeindruckend und äußerst kreativ. An wirklich jeder Ecke gibt es irgendwas zu entdecken, ich habe unzählige Bilder von Schildern, Maschinen und Zeug. Ein riesiges Spieleparadies für große Kinder 🙂 Wie gesagt ich kann es nur jedem Urbexer wärmstens ans Herz legen.

Obacht sollte vorallem bei der letzten großen Halle geboten sein, denn diese ist, wie sich währenddessen feststellte, noch benutzt. Zumindest grenzt das Lager direkt an die Halle an und ist lediglich durch ein Metallgitter getrennt. Dort laufen auch Arbeiter rum, die einen sowohl hören als auch sehen können.

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Laufkatzenparadies Teil I

Oder auch: ich mag Züge die IX…. 😉

Wie versprochen nun die Bilder von der letzten Begehung.

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Ich hatte zwar vorher bereits Bilder von dem Objekt gesehen, aber die Wirklichkeit war tausend mal schöner. Ich habe ja nun eine ausgeprägte Vorliebe für Laufkatzen (und Stühle :P) und dort sind einfach üüüüüüüberall welche. Sowohl Laufkatzen als auch Stühle. Wundervoll *-*

Es ist ein wahnsinnig großes Gelände, auf dem es sehr viel zu entdecken gibt. Gebäude, Hallen und alte Bahnwaggons in die man ohne Probleme reinkommt und erkunden kann. Wir waren nur in 3 Gebäuden und den Waggons und haben allein dafür 4 Stunden gebraucht. Bei Regen, Sonne, Regen, Sonne, Weltuntergang, Regen, Sonne, Regen, … – Wetter. Im ersten Teil werde ich mich erstmal der ersten Halle widmen, da allein diese wahnsinnig viele Bilder hervorgebracht hat. Aber zum Rest kommt auch noch was, versprochen 😉

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Camera
NIKON D5000
Focal Length
18mm
Aperture
f/4.8
Exposure
1/90s
ISO
400

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Die große Halle besteht im Prinzip aus 2 Teilen, beide gigantisch groß und kaum überschaubar. An den Seiten führen mehrere Treppen ins Obergeschoss, welches aus kleinen Gängen an der Seite besteht. Es gibt nur einige kleinere Verwaltungsräume. Allerdings mit einem faszinierendem Boden. Wie vermutlich jeder andere Urbexer schau ich mir erst den Boden an bevor ich ihn betrete. Sah aus wie geziegelt, hat sich beim laufen angefühlt wie Ziegel, hat gehalten wie Ziegel, war aber Holz getarnt als Ziegel ….

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theoretisch kann man die ganze Halle umgehen. Es gibt auch einen sehr dunklen, riesigen Keller, leider ließen sich dort keinerlei Bilder machen. Allein in der Halle kann man sich stuuuundenlang aufhalten und ganze SD Karten vollknippsen und Akkus verbrauchen, nur dafür lohnt sich ein Besuch. Seit langem mal wieder ein Gelände was mich in seinen Bann gezogen hat. Dass es wieder was mit Zügen ist, ist rein zufällig 😀 (normalerweise finde ihn bahnbegeisterte Menschen eher unheimlich…)

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Es folgt noch mindestens 1 Beitrag zu den restlichen Gebäuden (vermutlich eher 2) und einer nach langer langer Zeit zu Stühlen ❤ Bis dahin, nutzt das Wetter und geht auf Erkundungstour 😉

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UPDATE: kein Betreten mehr möglich. Das RAW muss einem Gefängniskomplex weichen 😦 Schade, ich hab es wirklich geliebt….


Union Maschinenfabrik

Ein wundervolles Gebäude direkt im Zentrum und nah an der Chemnitz gelegen. Die Fabrik daneben wird schon seit geraumer Zeit zu Lofts umgebaut, eine durchaus freudige Entwicklung. Auch die Union hätte das verdient statt abgerissen zu werden, zudem die Bausubstanz wirklich gut ist. Festes Mauerwerk und verhältnismäßig trocken. Immerhin existiert das Gebäude schon seit mehr als 160 Jahren und ist seit 18 Jahren verlassen. Dafür ist es wirklich solide. Natürlich regnet es rein, aber das liegt vor allem am Glasdach.

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Camera
NIKON D5000
Focal Length
22mm
Aperture
f/5.6
Exposure
1/125s
ISO
360

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Camera
NIKON D5000
Focal Length
18mm
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f/4
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1/60s
ISO
560

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Highlight ist natürlich der riesige Aufzug. Neben dem gibt es jedoch noch etliche weitere kleinere. Alle schon stark verrostet beziehungsweise blättert der Lack ab. Nach 18 Jahren aber auch kaum verwunderlich und durchaus hübsch.

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Über mehrere Treppenhäuser kann man die Obergeschosse erreichen. Guter Steinboden, also keine Gefahr. Selbst Geländer befinden sich noch in der Mitte. Von allen Seiten kann man in die große Halle sehen. Es gibt nur wenige andere Räume, die leider auch weniger spektakulär sind. Was mich vor allem irritiert hat: ich habe keine sanitären Einrichtungen gesehen oder wenigstens geflieste Räume, die es mal gewesen sein könnten. Stell ich mir für die Arbeiter jetzt etwas problematisch vor o_O Mysteriös…

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Ein schönes Gebäude für zwischendurch. Stundenlange Touren und wirklich viel entdecken kann man hier leider nicht aber es ist wirklich schön und beeindruckend. So lange es noch steht und bevor die hippe Chemnitzer Asi-Jugend den Eingang entdeckt sollte man sich das definitiv mal ansehen 🙂

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UPDATE: nicht mehr betretbar, wird momentan zu Loft Wohnungen umgebaut