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Textima Nadelfabrik

Nachtrag, endlich mal. Wenn man jede Woche irgendwo hinfährt isses gar nich so einfach alles immer zu bearbeiten hochzuladen und einen Text zu schreiben.

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Hier also der restliche Beitrag zu „über den Dächern von Chemnitz“ – der Besuch der Textima. Diese gehört zu den bekanntesten Lost Places in Chemnitz und ist dementsprechend zerstört. Mehr dazu bereits in eben genanntem Beitrag. Das Gebäude ist größer als erwartet und man sollte definitiv einige Stunden einplanen, um alles zu sehen. Wir beginnen im Keller der teilweise sehr dunkel, zum Teil aber auch gut beleuchtet ist. Waschräume, Lagerräume, … alles gigantisch und sehr weitläufig. Im ersten Geschoss riesige Räume mit intakten Glasschiebetrennwänden und ein Kohleraum. Komplett schwarz mit Trichtern und Löchern. Zudem ein Pentagramm-Graffiti mit ’92 drunter gespüht. Bitter…. ich bin Baujahr 91. Dafür dass die Textima so lang verlassen und so bekannt ist hat sie sich aber ziemlich gut gehalten. Sowohl Interieur als auch Bausubstanz. Der erste Stock hat jedoch noch etwas zu bieten: eine Trennwand. Definitiv später hinzugekommen. Wir trauen uns dahinter und finden ein Sofa, mitten im Raum. Davor ein Fernseher und eine Tastatur. Einmal mehr stellt sich die Frage: „Waaaarum?“. Ohne Strom erscheint es recht sinnlos. Wenigstens wurde vorsichtshalber ein augenfreundlicher Mindestabstand eingehalten 😀

DSC_0141 Seltsam. Besser nicht genauer drüber nachdenken wer sowas warum und wie nutzt. Damit ab ins Treppenhaus und hoch in die anderen Stockwerke.

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Trotz Straße ist es verhältnismäßig ruhig. Ein Vorteil der Baustelle. Keine Bahn, kaum Autos, damit kaum Leute, die einen sehen könnten. Man ann sich auch unbedenklich recht nah ans Fenster trauen. Das allerdings nur wenn wirklich nicht viel draussen los ist. Offenichtlich hat uns keiner gesehen, sonst wären wir von Polizei oder Anwohnern unterbrochen worden oder der Herr im Haus gegenüber hätte sich netterweise mal was angezogen 😀 Die Textima konnte mit schöneren Anblicken punkten.

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DSC_0202Die oberen Stockwerke sind verschieden und bieten alle ein kleines Highlight. Besonders kann aber wie schon erwähnt das Dach punkten. Über eine kleine Treppe kommt man zu einem Aufzugsmotor. In dem kleinen Stübchen befindet sich dann auch die Tür nach draußen. Man sollte sich nicht zu weit raus wagen, auch wenn dort Fußabdrücke und einige Flaschen zu sehen waren. Vorsicht ist besser was sowas angeht. Der Ausblick ist uuunheimlich schön. Das schwarze Dach ist angenehm warm, Gewitterwolken die langsam aufziehen, Freundschaft, Bierchen und Seifenblasen … einfach wunderschön. ❤

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ehemalige Verwaltung

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Prüfungszeit ist endlich vorbei, also habe ich endlich Zeit ein bisschen was aufzuholen und mich wieder den verlassenen Objekten zu widmen 🙂

Wie bereits schon angedeutet, war ich vor 2 Wochen mit meinem Kommilitonen nach derPrüfung auf Entdeckungsreise in ein Gebäude an dem ich schon äonenfach vorbeigefahren bin. Eine Woche zuvor war ich schonmal dort, um zu sehen ob und wie man reinkommt und mich schonmal grob umzusehen. Es gibt einiges zu sehen und wie jedes Gebäude hat es durchaus seinen Charme. Vor allem hat mich aber die auf diversen Seiten angepriesene Bunkeranlage gereizt, aber dazu später.

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Meine Mutter hat früher immer gesagt, dass ich wegen der Fit-Fabrik so ein Zwerg geworden bin. Mein Vater ist mit 1,68m der Größte in der Familie. Beide Elternteile haben in ihrer Kindheit in der Nähe gewohnt. Vermutlich ist das ziemlicher Quatsch aber das ist das Erste was ich mit diesem Gebäude verbinde. Mittlerweile steht nur noch das Verwaltungsgebäude. Erstaunlicherweise ist dieses mehr als einfach begehbar. Beim ersten Besuch sind wir auch ohne weiteres direkt ins Gebäude gekommen, eine Woche später war alles wieder verrammelt. Da war der Einstieg schon etwas schiweriger aber durch den „Bunker“ mit Tacshenlampe machbar. Der Eingang befindet sich weiter hinten im mehr oder weniger Garten. Es handelt sich eher um einen Keller als um einen Bunker, geschweigedenn Chemielabore. Davon ist nichts mehr zu sehen. Kleine nasse Fenster und leere Räume.

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NIKON D5000
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18mm
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400

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NIKON D5000
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f/3.5
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1/10s
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1600

Es gibt einige viele Treppen ins Obergeschoss. Beeindruckend ist hier vor allem der Eingangsbereich mit Pater Noster Aufzügen, die es mir wirklich angetan haben, auch wenn sie sich nicht ordentlich photographieren lassen wollten :/ Eine Armee von Softairspielern hat sich im kompletten Gebäude ausgetobt. Überall zerschossene Glasscheiben und Unmengen von diesen bunten Kügelchen. Mehr oder minder sehenswerte Graffitis und ein tonnenschwerer riesiger verschlossener Tresor. Alles in allem aber wirklich auf seine Weise schön, auch wenn sich viele Räume sehr ähneln. Herausstechend sind Eingangsbereich, Aula und der wirklich grandiose (wenn auch äußerst marode) Dachboden. Dafür lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.

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Wieder draussen wollen wir den sogenannten Säurebunker erkunden. Bunker ist hier zwar das richtige Wort, aber sicherlich irreführend und nicht das was man erwartet hat. Bei dem Anblick der Fenster war mir schon klar, dass hier irgendwas nicht sein kann. Es handelt sich nicht um einen Bunker im herkömmlichen Sinne, sondern um ein ehemaliges unterirdisches Säurelager. Mittlerweile vollgemüllt und ohne Säure und dunkel. Ziemlich enttäuschend. Damit aber zur durchaus interessanteren Sache an dem Objekt. Ausser dem Pseudo-Bunker, dem Keller und dem Hauptgebäude gehört auch eine Fabikantenvilla dazu, die im hinteren Teil des Geländes steht. Diese ist im Vergleich zum vorderen Gebäude unverhältnismäßig stark verbarrikadiert. Nach längerem Suchen ließ sich jedoch zwischen der Hauswand der Villa und der des Nachbargebäudes, ein nichtmal 1 m breiter Spalt, ein offenes Fenster und ein Stuhl in der Nähe finden. Ein kleiner Raum voller Müll, nichts ungewöhnliches. Das Ungewöhnliche bietet sich 1 Raum weiter. Ein runder Tisch, 6 Stühle, eine silberne Halli-Galli-Klingel, eine Stopfmaschine und eine Dose Stopftabak auf dem Tisch, in der sich Geld befindet. Deo und einige Koffer stehen ebenfalls in dem sehr ordentlichen Raum, ebenso wie ein frisch aufgewaschener Aschenbecher. Alles in allem vermutlich nicht das Werk von normalen Obdachlosen. Irgendwas stimmt hier überhaupt nicht. Mir wird flau im Magen und mein Hirn rät mir mich dringenst aus der Villa zu verkrümeln und zu hoffen, dass uns niemand bemerkt hat. Also nichts wie raus, auch wenn die Architektur die man sehen konnte wirklich wunderschön war. Ich bin mir nicht sicher, geschweigedenn habe ich eine Ahnung was genau in diesem Haus vor sich geht, aber legal ist sicherlich anders. Ich möchte jedem raten die Villa nicht zu betreten.

 

weitere Bilder gibts wie immer bei seelentrauma.deviantart.com  😉

 

UPDATE: verkauft, soll in den nächsten Monaten in ein Altersheim umgebaut werden

 UPUPDATE: https://www.immobilienscout24.de/expose/86212067, selten so gelacht….

 


Modelbild(er) zum Sonntag

Länger her, dass ich da mal was hochgeladen habe, was schlichtweg an den mangelnden Models lag aber ich darf euch wieder mit gleich 3 unfreiwilligen Modelbildern vom letzten Ausflug beglücken 😀 Der beste Begleiter überhaupt und ein Weltklasse Seifenblasenbläser, euch vielleicht noch bekannt als Officer Nasty (er war schonmal das Model zum Sonntag):P

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und weil das für nur mal so kurz natürlich viel zu schön ist Outtake Rumblödelbilder 😀

netterweise hat der Herr Mademoiselle einen Stuhl zum Fenster getragen, nachdem ich mit Fenstern in letzter Zeit ja eher suboptimale Erfahrungen gemacht habe :/ sogar Leitern hin und her. Es gibt eben doch noch Gentlemen 😀

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last but not least: Bahnwaggon. Und ja wir haben unheimlich viel Spaß bei der Sache 🙂 An der Stelle, solltest du es jemals lesen: danke fürs mitkommen, mich ertragen, Zeug rumschleppen, Seifenblasen blasen und immer da sein, … einfach für alles

. Mehr vom Auflug, dann auch ohne Menschen, seht ihr kommende Woche. In dem Sinne: euch allen einen schönen Sonntag 😉

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Alleingang II – Kabel

nun Teil 2 vom freitaglichen Rumstromern.

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Da ich ja nicht in die Heilstätte rein gekommen bin wollt ich wenigstens noch woanders hin. In dem Falle ein Objekt in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Ort an dem ich aufgewachsen bin. Es lag auf meinem täglichen Schulweg, aber offensichtlich hat es mich mit 6 Jahren weniger interessiert 😀 es war auf jeden Fall damals schon geschlossen. Aber wie gesagt, gut 15 Jahre her. Ich wusste dass die ominöse Esse mit der „Kabel“ Aufschrift noch steht, also bin ich einfach mal vorbeigefahren. Reinkommen ist hier übrigens absolut kein Problem, allerdings sollte man aufgrund der Bausubstanz vorsichtig sein.

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Gehört definitiv zur in letzter Zeit beliebten Kategorie: „Finde das Obergeschoss“. Zwar steht das Gebäude als solches noch, aber bereits im Erdgeschoss hat man die Decken der restlichen Etagen im Blick oder direkt zu Füßen. Nur die Treppenhäuser wirken noch halbwegs vertrauenserweckend (beim nächsten Bild ist übrigens ein Ausblick vom Treppenhaus ins erste Geschoss inkl Einblick ins zweite und dem Dach zu sehen). Dennoch: das Erdgeschoss hat einiges hübsches zu bieten und ist wie jedes Gebäude auf seine Weise interessant. Viele Pflanzen und der idyllische Blick auf ein Bächlein, das sich ums Gelände schlängelt. Alte, zugewucherte Bahngleise führen ebenfalls durch das Wäldchen.

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Zurück zum Gebäude: was genau das mal war lässt sich nicht mehr erkennen. Meine Oma ist der Meinung dass es eine Wäscherei war, mein Opa meint Härterei. Google möchte mir nicht weiterhelfen. Ich habe also absolut keine Ahnung. Vielleicht weiß ja jemand von euch was das wirklich mal war. :/

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In Anbetracht der Becken und den anderen Löchern im Boden, sowie der Esse würde ich denk ich meinem Opa zustimmen. Eher Härterei als Wäscherei, aber so wirklich überzeugt bin ich noch nicht. Interessant wäre auch, was in den oberen Geschossen war. Was man von unten so sehen konnte sah nicht nach kleinen Büroabteilen aus. Aber wozu ein Riesenraum? Fragen über Fragen…

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Arbeitslager Teil II

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Das Gebäude wurde zu KZ Zeiten mehr oder minder als „Wohnhaus“ genutzt. „60 Krankenbetten für Kriegsgefangene und ausländische Zivilarbeiter“, im Untergeschoss Waschmöglichkeiten. Die Aufteilung findet sich auch immernoch, allerdings kann nur eines der Geschosse genutzt worden sein, denn bei 60 Betten auf 3 gigantischen Etagen wäre es ein ziemlich gemütliches Konzentrationslager gewesen. Was nun im „Werk I“ wirklich war, ist nicht ganz ersichtlich. Eigentlich befand sich das KZ einige Meter entfernt in kleinen Baracken, allerdings findet sich auch der obrige Satz. Alles etwas verwirrend, ebenso dass das Buch vom Werk 2 als Arbeitsort spricht, allerdings die Häftlingsberichte von 1 Stunde Fußmarsch und etwas von 4 km etwa erzählen, obwohl die genannte Fabrik vielleicht 500m bis max 1 km entfernt liegt. Ebenso halten sich Gerüchte, dass es eine unterirdische Flugzeugfabrik im Wald gibt/gab, davon berichten auch einige Häftlinge. So wirklich schlau bin ich weder aus Buch, noch aus Gelände geworden.

Widmen wir uns dem Obergeschoss. Hier ist zu erwähnen, dass man wirklich vorsichtig sein muss, da die nebenan wohnende Familie viel draussen rumkraxelt und man zwangsweise dauernd im Sichtbereich steht.

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Viele Poster, noch einige Gegenstände und Möbel lassen sich finden. Unendlich viele Türen. Die Toiletten sind (was wirlich recht selten und warum auch immer lobenswert ist) noch ganz und mit Klopapier und Bürste ausgestattet! 😀

Sonst fällt einem bereits im Untergeschoss die unglaubliche Nässe auf. Im Obergeschoss ist nicht wirklich ersichtlich, warum es bereits im Untergeschoss regnet. Im ersten und zweiten OG ist es nämlich das selbe Bild, ohne, dass irgendwo ein fehlendes Stück Decke der Grund dafür sein könnte. Die Stockwerke sind massiv mit Algen und Schimmel durchzogen, man kann an einigen Stellen die tatsächliche Wandfarbe kaum noch erkennen. Einige Teile des Gebäudes haben wir aufgrund der Wassermengen nicht mal betreten, nach der Verletzung am Bein wollte ich ungern noch einen Deckendurchbruch riskieren.

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Sooooo viele Bilder und so viel zu sagen und doch keine Worte die man findet…. Ich versuche mich mal am Fazit…

Es ist ein wirklich schönes und sehr geschichtsträchtiges Gebäude und für jemanden mit Interesse an derartigen Themen durchaus einen Besuch wert. Es ist ziemlich allein und abseits im Wald und man hat gute Parkmöglichkeiten.  Negativpunkte sind die Familie, die genau gegenüber wohnt und die Nässe.  Aber irgendein Problem hat man wohl immer, seien es Muggel, Zustand oder Reinkomm-Möglichkeiten. Daher: wem die Bilder gefallen, dort siehts noch so aus, ihr könnt euch selbst davon ein Bild machen 😉 wem nich…. vielleicht ist das nächste Mal ein „passenderes“ Objekt dabei 😀

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die verborgenen Sessel im Keller

wie bereits gestern schon gesagt, hab ich mich dank meines wagemutigen Kommilitonen mit in den Keller getraut, was bei dem Regen, der Dunkelheit und dem allgemeinen Verfall gar nicht mal so schön war. Ich bin da doch eher Kategorie Schisser und eigentlich lieber etwas vorsichtig.

An sich war der Keller jetzt auch nicht soooo wahnsinnig toll, allerdings findet sich ein kleiner dunkler Raum mit: Stühlen <3, genauer gesagt 2 Sesseln. Für mich hat es sich damit gelohnt 😀 Ich entschuldige die Unschärfe aber im Dunkeln ohne Stativ hockend wirds einfach nich schöner ^^

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leider ließen sich sonst keine neuen Stühle finden 😦 (ich sollte definitiv mal wieder in ein Hotel, Krankenhaus, Wohnhaus oder ähnliches…)

Allerdings durfte der eine Stuhl, der sich im oberen Geschoss findet nochmal ins Rampenlicht, weil er so schön in einer gigantischen Pfütze stand. 🙂

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Fetisch: abgefrakter Stuhl

wie vielleicht schon aufgefallen ist hab ich eine absonderliche Zuneigung für Stühle in verlassenen Gebäuden. Keine Ahnung warum. Stühle und Laufkatzen sind mein Laster 😀

Daher zuerst Bilder von den wenigen verbliebenen Stühlen im Bahnkraftwerk 😉

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